Wenn ich an Kurztrips in Städte denke, war ich früher die Königin der Travel‑Sizes und Plastiktütchen. Mittlerweile packe ich fast ausschließlich plastikfrei – nicht aus Perfektionismus, sondern weil es mir im Alltag und unterwegs einfach besser gefällt. In diesem Artikel erzähle ich dir, wie ich mein plastikfreies Reisekosmetik‑Set für Citytrips zusammenstelle, welche festen Produkte ich liebe (Shampoo‑Bars, Conditioner, Seifen) und warum ich lieber auf Marken wie Weleda oder nachfüllbare Behälter setze statt auf 30‑ml‑Plastikfläschchen.
Warum plastikfrei auf Shorttrips?
Kurz gesagt: weniger Müll, weniger Plastikgeruch in der Tasche und oft auch weniger Gepäckgewicht. Außerdem vermeiden feste Produkte oft unnötige Konservierungsstoffe und kommen in wiederverwendbaren oder kompostierbaren Verpackungen. Für mich ist es auch ein kleiner Achtsamkeitsakt: Ich überlege vorher, was ich wirklich brauche, statt spontan irgendwelche Mini‑Flaschen zu kaufen, die nach der Reise im Müll landen.
Meine Grundausstattung: Basisprodukte, die immer mitkommen
Das Ziel ist simpel: alles, was ich unterwegs brauche, aber in fester, leicht transportierbarer Form.
- Feste Shampoo‑Bar – Eine gute Shampoo‑Bar reicht bei mir für mehrere Wochen. Ich mags, wenn sie in einer kleinen Metalldose oder einem Pappkarton liegt, damit sie zwischen An- und Abreise trocknen kann.
- Feste Conditioner‑Bar oder leave‑in – Einige Bars funktionieren 2‑in‑1; ansonsten nehme ich eine kleine feste Spülung oder ein Leave‑in‑Öl in einer Glasprobe mit.
- Seife oder Gesichtsreinigungs‑Bar – Für Körper und Gesicht habe ich meist eine milde Syndet‑Bar oder eine rückfettende Seife, die ich gut vertrage.
- Feste Deocreme oder Deostick im Karton – Funktioniert zuverlässig und spart Platz. Viele sind plastikfrei verpackt.
- Zahnputzset – Bambuszahnbürste + kleine Tube feste Zahncreme oder Tabletten.
- Sonnenschutz – Hier bin ich vorsichtig: manche festen Sonnenschutzprodukte existieren, alternativ nutze ich mineralische Sonnencremes in kleinen Glasbehältern oder nehme eine kleine Menge in einer Refill‑Dose mit.
- Multitasking‑Öl – Ein kleines Glas 30–50 ml mit Bio‑Öl (z. B. Jojoba oder ein Beautyoil) ersetzt oft Gesichtscreme, Körperöl und Haaröl.
Warum Weleda statt Travel‑Größen?
Wenn ich doch mal flüssige Produkte mitnehme, greife ich lieber zu Marken wie Weleda – nicht unbedingt, weil ihre Flaschen plastikfrei sind, sondern weil ihre Formulierungen natürlich sind und viele Produkte multifunktional eingesetzt werden können. Eine Weleda Calendula‑Creme eignet sich bei mir z. B. als Handcreme, zur Fußpflege oder bei kleinen Hautirritationen. So ersetze ich mehrere kleine Tuben durch ein einziges Glas. Außerdem achte ich darauf, die größeren Glasflaschen zu Hause in kleine wiederbefüllbare Glasdöschen umzuschichten – das finde ich nachhaltiger als ständig neue Plastik‑Travel‑Sizes zu kaufen.
Praktische Packtipps für die Reise
- Metalldosen oder Seifendosen – Für Shampoo‑ und Conditioner‑Bars. Achte auf Luftlöcher, damit die Bars trocknen können, sonst werden sie schmierig.
- Mini‑Gläser und Silikon‑Travelpots – Für Öle, Cremes und flüssige Produkte. Glas ist hygienischer, aber Silikon‑Tiegel sind flexibel und leicht.
- Keep it dry – Packe feuchte Sachen separat in eine kleine Stofftasche oder wasserdichte Wetbag, damit die anderen Dinge nicht leiden.
- Proben clever nutzen – Apothekenproben oder Probepackungen (Papiertütchen, kleine Sachets) nehme ich auf, um Gewicht zu sparen und Plastik zu vermeiden.
- Reisehandtuch & Seifensäckchen – Ein kleines Leinenhandtuch nimmt wenig Platz ein; ein Seifensäckchen aus Sisal hilft, die Seife zu reiben und schneller trocknen zu lassen.
Meine Lieblings‑Produkte (Kurzliste)
| Produkt | Warum ich es mag |
| Shampoo‑Bar (z. B. Lamazuna, Ethique) | Platzsparend, ergiebig, plastikfrei verpackt |
| Conditioner‑Bar | Glatte Haare ohne Flaschen |
| Weleda Calendula Creme | Multifunktional, natürliche Inhaltsstoffe |
| Feste Deocreme (z. B. Ben & Anna) | Wirksam, ohne Aluminium, oft in Papier verpackt |
| Bambuszahnbürste + Zahnputztabletten | Leicht, plastikfrei, praktisch für Städtetrips |
Tipps für die Umstellung
Wenn du noch nie feste Produkte genutzt hast, fang mit einem kleinen Test an: nimm eine Shampoo‑Bar für einen Wochenendeinkauf oder eine Nacht im Hotel. Achte auf die Zusammensetzung und ob dein Haar ein wenig Zeit braucht, sich umzustellen — viele Haarböden verändern sich nach ein paar Wäschen, weil Rückstände aus flüssigen Shampoos verschwinden.
Fallen und wie du sie vermeidest
- Nasse Bars in der Tasche: Packe sie in eine luftige Dose oder ein Seifensäckchen – nie direkt in den Kulturbeutel.
- Haargefühl anders als gewohnt: Glaub mir, das ist normal. Ein leichtes Übergangsfrizz kann sich nach 2–3 Wäschen legen.
- Sonnenschutz nicht vergessen: Nicht alle festen Produkte schützen zuverlässig. Für lange Stadtspaziergänge oder Sightseeing in der Sonne habe ich lieber ein kleines Glas mineralische Sonnencreme dabei.
Wie ich unterwegs mit minimalem Müll bleibe
Ich versuche, unterwegs wiederauffüllbare Optionen zu nutzen: beim Friseur nach einem Nachfüllservice fragen, in manchen Hotels nach festen Seifen fragen statt Wegwerfplastik, oder beim Markt eine kleine Portion Olivenöl im Glas kaufen. Wenn doch mal etwas Plastik anfällt, sammle ich es und gebe es gezielt zur richtigen Entsorgung oder zum Recycling weiter – das gibt mir ein besseres Gefühl als den Müll einfach in den nächsten Papierkorb zu werfen.
Städtereisen fühl ich mich seither leichter und oft auch entspannter: weniger Entscheidungen im Bad, weniger unnötiger Konsum und trotzdem das Gefühl, gut gepflegt zu sein. Wenn du magst, nenne ich dir beim nächsten Mal meine liebsten Marken für Reise‑Beauty oder zeige Schritt für Schritt, wie ich ein kleines Flüssigkeiten‑Kit auf Glas‑Reisebehälter umfülle.